Vorteile und Kundennutzen

Vorteile kompakt zusammengefasst / Kurze Version

Ein Börsengang (IPO) bietet einem Unternehmer mehrere strategische, finanzielle und persönliche Vorteile; diese sind u.a. folgende:

  1. Zugang zu Kapital (Wachstumsfinanzierung)
  • Aufnahme von Eigenkapital ohne Rückzahlungsverpflichtung
  • Finanzierung von Expansion, Internationalisierung, F&E oder Akquisitionen
  • Stärkung der Eigenkapitalquote, bzw. Bilanzkennzahlen → bessere Bonität

 

  1. höchstmögliche, maximierte Bewertung des Unternehmen
  • Eine börsennotierte AG wird mit einem Vielfachen einer nicht-notierten GmbH bewertet
  • Einhergehend Vermögensmaximierung des Unternehmers

 

  1. Liquidität für den Unternehmer
  • Möglichkeit, Unternehmens­anteile zu veräußern (vollständig oder teilweise)
  • Vermögensdiversifikation: gebundenes Unternehmensvermögen wird handelbar
  • Erleichterung der Nachfolge- oder Exitplanung

 

  1. Unternehmensbewertung & Wertsteigerung
  • Marktbasierte Bewertung durch Angebot und Nachfrage
  • Potenzial für höhere Bewertung als bei Private-Equity- oder M&A-Transaktionen
  • Aktien als „Akquisitionswährung“ nutzbar

 

  1. Erhöhte Bekanntheit und Reputation
  • Höhere Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit bei Kunden, Lieferanten und Banken
  • Stärkeres Vertrauen von Geschäftspartnern
  • Attraktivität als Arbeitgeber steigt

 

  1. Strategische Flexibilität
  • Leichterer Zugang zu künftigem Kapital (Kapitalerhöhungen)
  • Einsatz von Aktienoptionen zur Mitarbeiterbindung
  • Unabhängigkeit von einzelnen Investoren oder Banken

 

  1. Kontinuität und Unternehmensfortbestand
  • Institutionalisierte Unternehmensstruktur
  • Professionalisierung von Governance und Management
  • Langfristige Sicherung des Unternehmens über den Unternehmer hinaus

 

  1. Teilweiser Risikoabbau
  • Unternehmer kann Risiken reduzieren, ohne vollständig auszusteigen
  • Kontrolle kann – je nach Struktur – weiterhin behalten werden

Vorteile / Langversion

1. Zugang zum Kapitalmarkt und Wachstumskapital

  • Börse als elegantester Weg der (Wachstums-) Kapitaleinwerbung – Zugang zu skalierbarem,  zinslosen Eigenkapital; dauerhaft institutionalisiert / eingerichtet
  • In Folge vereinfachter Zugang zu professionellen und teilweise institutionellen Investoren, Small-Cap Fonds und strukturierten Finanzierungen, etc.
  • zunehmende Unabhängigkeit von Hausbanken u.a. traditionellen Finanzierungsinstrumenten – Diversifikation der Kapitalbasis und Finanzierungsquellen; Reduktion Fremdkapitalkosten
  • Stärkung der Bilanzstruktur – höhere Eigenkapitalquote und verbessertes Rating
  • Optionale Erschliessung Anleihemärkte; Begebung einer Mittelstandsanleihe mit gestärkter Bilanz eines börsennotierten Unternehmens
  • Krisenresilienz – Schaffung eines Finanzpuffers für wirtschaftlich herausfordernde Zeiten in der Branche / Konjunktur und Vorbeugung für sog. ‚Black-Swan-Events‘ wie Corona und Ukraine-Krieg, etc.

2. Erreichung einer höchstmöglichen Bewertung / Unternehmens­wertmaximierung

  • bei GmbH: Käufer sind keine Finanz- sondern strategische Investoren bzw. Branchenkenner mit exakter Kenntnis von Schwachpunkten der jeweiligen Branche

Kauf i.A. in Kontrollgrößen 50,1%, bzw. 75,1% oder 100% – oder gar nicht

    • Wertansatz GmbH auf Basis Vor-, meist jedoch Nachsteuergewinn p.a. (Durchschnitt der letzten 3 Bilanzen x Faktor 4-8 (branchenabhängig) Fazit: GmbH-Anteile wenig fungibel, gering bewertet
  • bei börsennotierter AG: Börse als „Spiegel zukünftiger Erwartungen“; gehandelt werden mitunter Hoffnungen und Trends; Wertansatz auf Basis KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) des Folgejahres; (Durchschnittliches KGV DAX in D : 24,8; Stand 12/2025); z.T. auch Bewertung auf Basis Umsatz-Multiplikator
    • Käufer häufig “momentum-getriebene” Finanzinvestoren ohne besondere Branchenkenntnis
  • Aktuelle Bewertung von börsennotierten AG‘s auf Basis KGV 2026; Wertansatz KGV (Nachsteuer-, Vorsteuer-, mitunter auch EBITDA – Ansatz) x Faktor 12-25+ (rentable Wachstumsunternehmen); Durchschnittliches KGV 2025 Deutsche Börse: Segment General Standard: 18-19; Segment Scale: 15-20)
  • Wertansatz bei börsennotierten Wachstumsunternehmen (ITK, Software, High-Tech, Defence/Rüstung etc.) mit Verlust: Umsatz x Faktor 2-11 und mehr (Bspl. SaaS AGs Faktor 4-6,4; FinTech Faktor 3,7-7,4; Bio/Med-Tech Faktor 5,1-10; Low Tech 2-3)
  • Wertansatz für „Hypebranchen“, Sonderfälle, „Börsenlieblinge“ etc. ; derzeit und in der Vergangenheit KGV bis zum Faktor 300 ! (TESLA KGV in 2025 bis 300) (in 2025: Siemens Energy KGV bis 70; Rheinmetall bis KGV 84; Hensoldt Verteidigungstechnik (MDAX) KGV 34; DAX Tech Sektor KGV aktuell 36,7; Globales KGV von Softwareentwicklung aktuell 96 (sog. trailing P/E ratio)

Fazit: Aktien der AG werden aufgrund Transparenz und Vertrauensvorteil des Kapitalmarktes mit höchstmöglicher Bewertung und Fungibilität gehandelt, d.h. signifikant / um ein Vielfaches höher als nicht börsennotierte private GmbHs/Firmen

3. Börse als laufende Preisbildungs­instanz

(Bewertungsbenchmark) und handelstägliche Kauf- / Verkaufs-Plattform – Schaffung von Liquidität

  • börsentägliche Preisfindung im „freien Spiel der Kräfte des Marktes“; bereits bei mittlerer Liquidität 100+ Kursfeststellungen / Preistaxen täglich
  • wachsende Liquidität im Aktienhandel durch Aufbau Handelsvolumen und Handelsgeschwindigkeit durch fortlaufende IR und PR Tätigkeit, sowie ‚Designated Sponsoring‘ (Bank über Vertrag als Liquiditätsspender)
  • Schaffung eines Barwertes; Bargeld und Aktien in der Funktion als Barvermögen; Einsatz eigener Aktien (Teil Cash-Out; Verwendung eigener Aktien als Akquisitionswährung für M&A / Liquiditätsschonender Kauf Mitbewerber auf niedriger GmbH Bewertung (eigene Aktien + Cash-Anteil), Umsetzung Buy&Build Strategie, Beleihung, Ablösung von Unternehmens­bürgschaften, Auszahlung von scheidenden Gesellschaftern / Aktionären, etc. durch Übertragung von Aktien) ; Aktien formlos, elektronisch übertragbar im Xetra Handel;
  • Exit Kanal für beteiligte VC, PE, Beteiligungs-Gesellschaften etc.
  • Elegante Lösung einer potentiellen Nachfolgeproblematik durch langsames, wertmäßiges „Aussickern“ des Gründers und Einsatz von Fremdmanagement (ggf. In Kombination mit MBI – Management Buy-In; aus Gründer und Vorstand wird Aufsichtsratsvorsitzender; Rückzug aufgrund Alter / Generationswechsel; langsame, schrittweise Abgabe der Kontrolle)
  • Möglichkeiten des sog. Nostrohandels (bei Satzungsmäßiger Ausgestaltung) d.h Handel eigener Aktien der AG bzw. durch Aktionäre (unter Beachtung Regeln zu Insiderhandel); Ausnutzung / Antizipation von Zyklen; Durchführung von Aktienrückkauf­programmen eigener Aktien der AG
  • Vermögensvorteile für den Gründer / Vorstand / Hauptaktionär, Unternehmerfamilie durch – im Vergleich zur GmbH drastisch gestiegenes Barvermögen durch Einbuchung eigener Aktien im Bankdepot = massiver Vermögenszuwachs durch höhere Bewertung der AG vs. GmbH und Ausweis als Barvermögen – Möglichkeit zum Teilausstieg durch Verkauf / Umplatzierung von Aktienpaketen bereits in kleinen Tranchen (Block Trades) = Vermögensdiversifikation – De-Risking – nicht alles ‚auf eine Karte‘ setzen ; durch Verkauf Vermögenswerte diversifizieren – Möglichkeit Bürgschaften bei Banken abzulösen – Möglichkeit Wünsche bzgl. Eigenheim, Hobby, etc. sich, bzw. seiner Familie erfüllen zu können; Lösung, bzw. Vereinfachung eines generationen­übergreifenden Vermögensüberganges

4. Deutlicher Image- und Publicitygewinn als börsennotiertes Unternehmen

  • Stärkung des Firmenprofils in der Öffentlichkeit und Visibilität bei Kunden und Geschäftspartnern
  • Erhöhte Medienresonanz und öffentliche Wahrnehmung durch Exposure in der Kapitalmarkt Bereichsöffentlichkeit zusätzlich zur bisherigen Branchen-Öffentlichkeit ;neben der branchenbezogenen Fachpresse berichten durch laufende IR- Arbeit bundesweit verbreitete online und print Finanz- und Börsenmedien
  • Stärkung der Sichtbarkeit und relativen Wettbewerbsposition gegenüber regulären GmbH´s; die Einhaltung der compliance eines börsennotierten Unternehmens erhöht die Wahrscheinlichkeit von öffentlichen und börsennotierten Marktteilnehmern Aufträge zu erhalten, die ebenfalls unter EU-harmonisierter Regulierung arbeiten
  • Deutliche Stärkung der Attraktivität als Arbeitgeber; positive, kostenfreie Mitnahmeeffekte intrinsischer Motivation bei Mitarbeitern; höhere Motivation und Identifikation bzw. Aufwertung als Mitarbeiter eines börsennotierten Marktteilnehmers; verbesserte Teilhabe am langfristigen Unternehmenserfolg; Möglichkeit von Mitarbeiterbeteiligung über Aktienprogramme (Employee Stock Option Plan)
  • Verbesserte Möglichkeit zur Bindung von Schlüsselkräften durch Long-Term-Incentives (Erhalt Aktienanteile durch Senioritätsstufen)
  • Vertrauensbildung und Stärkung durch transparente Unternehmensstrukturen und -führung, Einhaltung von Corporate Governance und kontinuierlicher Berichterstattung
  • Familienunternehmen – Werte und Tradition erhalten bei gleichzeitiger Professionalisierung – Externe Führungskräfte leichter gewinnen und binden – Corporate Governance als ‚Stabilitätsanker‘ und Garant für das Lebenswerk der Gründer