Vorteile und Kundennutzen
Vorteile kompakt zusammengefasst / Kurze Version
Ein Börsengang (IPO) bietet einem Unternehmer mehrere strategische, finanzielle und persönliche Vorteile; diese sind u.a. folgende:
- Zugang zu Kapital (Wachstumsfinanzierung)
- Aufnahme von Eigenkapital ohne Rückzahlungsverpflichtung
- Finanzierung von Expansion, Internationalisierung, F&E oder Akquisitionen
- Stärkung der Eigenkapitalquote, bzw. Bilanzkennzahlen → bessere Bonität
- höchstmögliche, maximierte Bewertung des Unternehmen
- Eine börsennotierte AG wird mit einem Vielfachen einer nicht-notierten GmbH bewertet
- Einhergehend Vermögensmaximierung des Unternehmers
- Liquidität für den Unternehmer
- Möglichkeit, Unternehmensanteile zu veräußern (vollständig oder teilweise)
- Vermögensdiversifikation: gebundenes Unternehmensvermögen wird handelbar
- Erleichterung der Nachfolge- oder Exitplanung
- Unternehmensbewertung & Wertsteigerung
- Marktbasierte Bewertung durch Angebot und Nachfrage
- Potenzial für höhere Bewertung als bei Private-Equity- oder M&A-Transaktionen
- Aktien als „Akquisitionswährung“ nutzbar
- Erhöhte Bekanntheit und Reputation
- Höhere Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit bei Kunden, Lieferanten und Banken
- Stärkeres Vertrauen von Geschäftspartnern
- Attraktivität als Arbeitgeber steigt
- Strategische Flexibilität
- Leichterer Zugang zu künftigem Kapital (Kapitalerhöhungen)
- Einsatz von Aktienoptionen zur Mitarbeiterbindung
- Unabhängigkeit von einzelnen Investoren oder Banken
- Kontinuität und Unternehmensfortbestand
- Institutionalisierte Unternehmensstruktur
- Professionalisierung von Governance und Management
- Langfristige Sicherung des Unternehmens über den Unternehmer hinaus
- Teilweiser Risikoabbau
- Unternehmer kann Risiken reduzieren, ohne vollständig auszusteigen
- Kontrolle kann – je nach Struktur – weiterhin behalten werden
Vorteile / Langversion
1. Zugang zum Kapitalmarkt und Wachstumskapital
- Börse als elegantester Weg der (Wachstums-) Kapitaleinwerbung – Zugang zu skalierbarem, zinslosen Eigenkapital; dauerhaft institutionalisiert / eingerichtet
- In Folge vereinfachter Zugang zu professionellen und teilweise institutionellen Investoren, Small-Cap Fonds und strukturierten Finanzierungen, etc.
- zunehmende Unabhängigkeit von Hausbanken u.a. traditionellen Finanzierungsinstrumenten – Diversifikation der Kapitalbasis und Finanzierungsquellen; Reduktion Fremdkapitalkosten
- Stärkung der Bilanzstruktur – höhere Eigenkapitalquote und verbessertes Rating
- Optionale Erschliessung Anleihemärkte; Begebung einer Mittelstandsanleihe mit gestärkter Bilanz eines börsennotierten Unternehmens
- Krisenresilienz – Schaffung eines Finanzpuffers für wirtschaftlich herausfordernde Zeiten in der Branche / Konjunktur und Vorbeugung für sog. ‚Black-Swan-Events‘ wie Corona und Ukraine-Krieg, etc.
2. Erreichung einer höchstmöglichen Bewertung / Unternehmenswertmaximierung
- bei GmbH: Käufer sind keine Finanz- sondern strategische Investoren bzw. Branchenkenner mit exakter Kenntnis von Schwachpunkten der jeweiligen Branche
Kauf i.A. in Kontrollgrößen 50,1%, bzw. 75,1% oder 100% – oder gar nicht
- Wertansatz GmbH auf Basis Vor-, meist jedoch Nachsteuergewinn p.a. (Durchschnitt der letzten 3 Bilanzen x Faktor 4-8 (branchenabhängig) Fazit: GmbH-Anteile wenig fungibel, gering bewertet
- bei börsennotierter AG: Börse als „Spiegel zukünftiger Erwartungen“; gehandelt werden mitunter Hoffnungen und Trends; Wertansatz auf Basis KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) des Folgejahres; (Durchschnittliches KGV DAX in D : 24,8; Stand 12/2025); z.T. auch Bewertung auf Basis Umsatz-Multiplikator
- Käufer häufig “momentum-getriebene” Finanzinvestoren ohne besondere Branchenkenntnis
- Aktuelle Bewertung von börsennotierten AG‘s auf Basis KGV 2026; Wertansatz KGV (Nachsteuer-, Vorsteuer-, mitunter auch EBITDA – Ansatz) x Faktor 12-25+ (rentable Wachstumsunternehmen); Durchschnittliches KGV 2025 Deutsche Börse: Segment General Standard: 18-19; Segment Scale: 15-20)
- Wertansatz bei börsennotierten Wachstumsunternehmen (ITK, Software, High-Tech, Defence/Rüstung etc.) mit Verlust: Umsatz x Faktor 2-11 und mehr (Bspl. SaaS AGs Faktor 4-6,4; FinTech Faktor 3,7-7,4; Bio/Med-Tech Faktor 5,1-10; Low Tech 2-3)
- Wertansatz für „Hypebranchen“, Sonderfälle, „Börsenlieblinge“ etc. ; derzeit und in der Vergangenheit KGV bis zum Faktor 300 ! (TESLA KGV in 2025 bis 300) (in 2025: Siemens Energy KGV bis 70; Rheinmetall bis KGV 84; Hensoldt Verteidigungstechnik (MDAX) KGV 34; DAX Tech Sektor KGV aktuell 36,7; Globales KGV von Softwareentwicklung aktuell 96 (sog. trailing P/E ratio)
Fazit: Aktien der AG werden aufgrund Transparenz und Vertrauensvorteil des Kapitalmarktes mit höchstmöglicher Bewertung und Fungibilität gehandelt, d.h. signifikant / um ein Vielfaches höher als nicht börsennotierte private GmbHs/Firmen
3. Börse als laufende Preisbildungsinstanz
(Bewertungsbenchmark) und handelstägliche Kauf- / Verkaufs-Plattform – Schaffung von Liquidität
- börsentägliche Preisfindung im „freien Spiel der Kräfte des Marktes“; bereits bei mittlerer Liquidität 100+ Kursfeststellungen / Preistaxen täglich
- wachsende Liquidität im Aktienhandel durch Aufbau Handelsvolumen und Handelsgeschwindigkeit durch fortlaufende IR und PR Tätigkeit, sowie ‚Designated Sponsoring‘ (Bank über Vertrag als Liquiditätsspender)
- Schaffung eines Barwertes; Bargeld und Aktien in der Funktion als Barvermögen; Einsatz eigener Aktien (Teil Cash-Out; Verwendung eigener Aktien als Akquisitionswährung für M&A / Liquiditätsschonender Kauf Mitbewerber auf niedriger GmbH Bewertung (eigene Aktien + Cash-Anteil), Umsetzung Buy&Build Strategie, Beleihung, Ablösung von Unternehmensbürgschaften, Auszahlung von scheidenden Gesellschaftern / Aktionären, etc. durch Übertragung von Aktien) ; Aktien formlos, elektronisch übertragbar im Xetra Handel;
- Exit Kanal für beteiligte VC, PE, Beteiligungs-Gesellschaften etc.
- Elegante Lösung einer potentiellen Nachfolgeproblematik durch langsames, wertmäßiges „Aussickern“ des Gründers und Einsatz von Fremdmanagement (ggf. In Kombination mit MBI – Management Buy-In; aus Gründer und Vorstand wird Aufsichtsratsvorsitzender; Rückzug aufgrund Alter / Generationswechsel; langsame, schrittweise Abgabe der Kontrolle)
- Möglichkeiten des sog. Nostrohandels (bei Satzungsmäßiger Ausgestaltung) d.h Handel eigener Aktien der AG bzw. durch Aktionäre (unter Beachtung Regeln zu Insiderhandel); Ausnutzung / Antizipation von Zyklen; Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen eigener Aktien der AG
- Vermögensvorteile für den Gründer / Vorstand / Hauptaktionär, Unternehmerfamilie durch – im Vergleich zur GmbH drastisch gestiegenes Barvermögen durch Einbuchung eigener Aktien im Bankdepot = massiver Vermögenszuwachs durch höhere Bewertung der AG vs. GmbH und Ausweis als Barvermögen – Möglichkeit zum Teilausstieg durch Verkauf / Umplatzierung von Aktienpaketen bereits in kleinen Tranchen (Block Trades) = Vermögensdiversifikation – De-Risking – nicht alles ‚auf eine Karte‘ setzen ; durch Verkauf Vermögenswerte diversifizieren – Möglichkeit Bürgschaften bei Banken abzulösen – Möglichkeit Wünsche bzgl. Eigenheim, Hobby, etc. sich, bzw. seiner Familie erfüllen zu können; Lösung, bzw. Vereinfachung eines generationenübergreifenden Vermögensüberganges
4. Deutlicher Image- und Publicitygewinn als börsennotiertes Unternehmen
- Stärkung des Firmenprofils in der Öffentlichkeit und Visibilität bei Kunden und Geschäftspartnern
- Erhöhte Medienresonanz und öffentliche Wahrnehmung durch Exposure in der Kapitalmarkt Bereichsöffentlichkeit zusätzlich zur bisherigen Branchen-Öffentlichkeit ;neben der branchenbezogenen Fachpresse berichten durch laufende IR- Arbeit bundesweit verbreitete online und print Finanz- und Börsenmedien
- Stärkung der Sichtbarkeit und relativen Wettbewerbsposition gegenüber regulären GmbH´s; die Einhaltung der compliance eines börsennotierten Unternehmens erhöht die Wahrscheinlichkeit von öffentlichen und börsennotierten Marktteilnehmern Aufträge zu erhalten, die ebenfalls unter EU-harmonisierter Regulierung arbeiten
- Deutliche Stärkung der Attraktivität als Arbeitgeber; positive, kostenfreie Mitnahmeeffekte intrinsischer Motivation bei Mitarbeitern; höhere Motivation und Identifikation bzw. Aufwertung als Mitarbeiter eines börsennotierten Marktteilnehmers; verbesserte Teilhabe am langfristigen Unternehmenserfolg; Möglichkeit von Mitarbeiterbeteiligung über Aktienprogramme (Employee Stock Option Plan)
- Verbesserte Möglichkeit zur Bindung von Schlüsselkräften durch Long-Term-Incentives (Erhalt Aktienanteile durch Senioritätsstufen)
- Vertrauensbildung und Stärkung durch transparente Unternehmensstrukturen und -führung, Einhaltung von Corporate Governance und kontinuierlicher Berichterstattung
- Familienunternehmen – Werte und Tradition erhalten bei gleichzeitiger Professionalisierung – Externe Führungskräfte leichter gewinnen und binden – Corporate Governance als ‚Stabilitätsanker‘ und Garant für das Lebenswerk der Gründer